Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

in den letzten Wochen konnten wir uns über die Sonne nicht beklagen.

Die Schulkinder konnten in den Pfingstferien Sonnenstrahlen tanken, damit sie für den Endspurt in diesem Schuljahr gerüstet sind. Die Umzüge an Fronleichnam konnten ebenfalls dank dem herrlichen Wetter abgehalten werden.

Herr Pfarrer Anton Erber hat das Fritz-Bender-Kreuz in der Raiffeisenstraße geweiht und anschließend wurde noch gemeinsam im Feuerwehrhaus gefeiert. Vielen herzlichen Dank an alle Akteure - vor allem Herrn Pfarrer Erber, der Feuerwehr und dem Obst- und Gartenbauverein - welche die Weihe zu einem gelungenen Fest werden ließen. Die Stiftungsratsvorsitzende Johanna Huber und der stellvertretende Stiftungsvorstand Oliver Bendixen von der Fritz-Bender-Stiftung waren voll des Lobes für die gemeinsame Feier mit der Bevölkerung.

Am 23.05.2017 fand eine Sitzung vom Ausschuss für Jugend, Schule, Kultur, Soziales, Sport und Gesundheit – kurz Sozialausschuss - mit sehr reger Besucherbeteiligung statt. Unter Top 1 mit dem Thema Sportförderung stellte Abteilungsleiter Herr Martin Neumair seine Abteilung Fußball und Abteilungsleiterin Frau Christine Hierhager ihre Abteilung Tennis vor. Von ihnen wurden die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Sparten vorgebracht. Der Sozialausschuss wird in einer künftigen Sitzung eine Ortsbesichtigung vornehmen und die Wünsche weiter besprechen. Unter Top 2 diskutierte man die Einführung einer Ehrenamtswürdigung. Als Muster für eine Ehrenamtssatzung erhielten die Ausschussmitglieder die kürzlich verabschiedete Satzung der Gemeinde Haag. In der Diskussion wurde angeregt, weitere Satzungen zur Meinungsbildung heranzuziehen. Das Thema wird also auch in der nächsten Sozialausschusssitzung behandelt. Im letzten Top hat man das 50-jährige Jubiläum zur Errichtung vom Erholungsgebiet Kranzberger See im Jahr 2019 vorberaten. Um das Fest auf möglichst breite Schultern zu stellen, werden alle Vereine, der Arbeitskreis Kranzberger See, Gemeinderäte und interessierte Mitbürger zu einem Arbeitskreistreffen „Seejubiläum“ am 13. Juli um 19:30 Uhr zum Seehaus eingeladen. Die offizielle Eröffnung vom Erholungsgebiet fand übrigens am 08.07.1969 statt. Zum Jubiläum im Jahr 2019 wollen wir viele gute Ideen sammeln und gemeinsam umsetzen.

In der Gemeinderatssitzung vom 30.05.2017 wurden folgende Themen behandelt. Unter Top 2 der Sitzung wurden nach dem Wechsel von Sebastian Ströhl von der FWG zur KGL die Ausschüsse offiziell neu besetzt. Bei Sitzungspunkt 3 stellte der Vorsitzende der örtlichen Rechnungsprüfung, Hans Halbinger, den Bericht über die Prüfung vom Jahr 2016 vor. Danach erfolgte durch den Gemeinderat die Feststellung des Ergebnisses der Jahresrechnung 2016. Abschließend erteilte der Gemeinderat einstimmig – ohne Stimme des Bürgermeisters - die Entlastung der Jahresrechnung 2016.

Unter Top 6 beschloss man die Änderung vom Satzungsentwurf zum Bebauungsplan „Gewerbepark BA III“ für eine Parzelle als Sondergebiet. Die Änderung war notwendig, da auf einer Parzelle eine bisher nicht vorgesehene Nutzung beabsichtigt wird. Im nächsten Top wurde über die Teilnahme an einem Flurneuordnungsverfahren Ampertal im Bereich Thalhausen beraten und die Mitgliedschaft einstimmig beschlossen. In dem Verfahren – sofern es mit der Teilnahme anderer Gemeinden zustande kommt – können landwirtschaftliche Flächen im Verfahrensgebiet freiwillig kostengünstig getauscht werden. Die Gemeinde könnte in dem Prozess den Kühnhauser Weiher attraktiver Gestalten und Flächen für den Hochwasserrückhalt am Thalhauser Graben im Tauschverfahren erwerben. Weitere sinnvolle und freiwillige Flächentauschmöglichkeiten wären dabei auch möglich.

Bei Top 8 wurde über den Einbau von Hallentoren für die Halle in der Kläranlage gesprochen. Die Verwaltung wurde ermächtigt, den Auftrag an den wirtschaftlichsten Anbieter zu vergeben.

Unter Top 9 behandelte man die Errichtung einer Sporthalle. Zunächst wurden von mir nach einer Besprechung in der Regierung von Oberbayern die Fördermöglichkeiten für eine Schulsporthalle erläutert. Als nächste Schritte sind Gespräche mit den Behörden zum Bedarf der künftigen Schülerzahlen und den räumlichen Voraussetzungen für eine mögliche Ganztagsschule vorgesehen. Im Teil 2 dieses Sitzungspunktes sollte der schriftliche Antrag der FWG zur Errichtung einer Zweifachturnhalle am Schulstandort debattiert werden. Vorgeschlagen war, eine Sporthalle für den Schul- und den Breitensport zwischen der Kreisstraße FS 24 und der vorhandenen Turnhalle nördlich an der Hangkante zu errichten. Statt der Diskussion kam der schriftliche Antrag von CSU, KGL und SPD – vorgelesen von Franz Braun, dass von ihnen eine Sporthalle am Schulstandort im Hinblick auf die weitere Entwicklung in Kranzberg abgelehnt wird. Mit dem anschließenden „Antrag auf Abstimmung“ – gestellt von Wolfgang Badhorn - wurde ein Gedankenaustausch zu diesem Thema ausgeschlossen.

Unter Top 10 der Sitzung habe ich über eine Vorbesprechung mit Herrn Dr. Busse von der Anwaltskanzlei Döring und Spieß zur Baulandentwicklung im Einheimischen Modell berichtet. Nachdem man die EU-Vorgaben zum „Einheimischen Modell“ erfüllen muss, gilt es, die Spielräume in den Vorgaben auszuloten und eine tragfähige Satzung zu entwerfen, damit unsere jungen Mitbürger und Familien künftig noch Bauland erwerben und sich leisten können.

Als nächster Punkt wurde von mir bekannt gegeben, dass mit der Regierung von Oberbayern Eckpunkte zum kommunalen Wohnungsbau bzgl. Förderung und Ablauf besprochen wurden. Das Thema wird in der nächsten Gemeinderatssitzung dem Ratsgremium ausführlicher vorgestellt.

Der Gemeinderat wurde ebenso informiert, dass es eine Einladung zum Treffen eines Arbeitskreises „See-Jubiläum“ geben wird.

Unter Bekanntgaben konnte ich berichten, dass der Gemeindehaushalt 2017 von der Kommunalaufsicht genehmigt wurde. Ich habe auch mitgeteilt, dass unsere Gewerbebetriebe in KW 20 angeschrieben wurden, dass künftig die Möglichkeit bestehen wird, die Gewerbebetriebe vom Gemeindegebiet auf unserer Homepage zu recherchieren. Man kann dann z. B. nach „Bau und Handwerk“ suchen und bekommt alle entsprechenden Firmen vom Gemeindegebiet vorgeschlagen.

In nächster Zeit wird sich ein „offener Arbeitskreis Wirtschaft“ zusammenfinden, um die Interessen und Anregungen der Betriebe im Gemeindegebiet transparent zu formulieren.

In meinem Tageskalender steht heute ein Spruch aus Saudi Arabien:

Wer nach allen Seiten immer nur lächelt,

bekommt nur Falten im Gesicht.

Dies soll bedeuten, dass man seine Meinung vertreten soll und muss,

wenn man seine Identität bewahren will.

Ich hoffe und freue mich auf einen künftigen offenen und zielführenden Meinungsaustausch im Gemeinderat, damit wir eine transparente Demokratie leben.

Es grüßt Sie herzlich

Ihr

Hermann Hammerl
1. Bürgermeister