Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Zeit ist ein relativer Begriff. Die Schüler werden zum Ende der Ferien sagen, dass die Ferien zu kurz waren. Die Eltern sagen vielleicht, es wird Zeit, dass die Schule wieder beginnt, weil die Kinder schon so kribbelig sind. Ich denke beim Wort Zeit an unseren neuen Flächennutzungsplan (FNP) und den Zeitplan, den ich mir einmal vorgenommen habe. Sachstand ist derzeit der, dass die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange jetzt vorliegen und Kommentare für einzelne Änderungen z. B. lauten: nicht genehmigungsfähig; die geplante Ausweisung ist nur möglich, wenn die Fläche vor der Genehmigung aus dem Landschaftschutzgebiet (LSG) entnommen wird und dergleichen mehr. Eine Entnahme aus dem LSG wird wahrscheinlich bedeuten, dass diese Entnahme durch Einbringen neuer Flächen in das LSG kompensiert werden muss. Es bedarf also weiterer Besprechungen, bevor ein von allen Seiten genehmigungsfähiger FNP entsteht. Nachdem die Abwägungen zu den Stellungnahmen in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung behandelt wurden, werden Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger in Bürgerversammlungen in das Verfahren mit eingebunden.

Der Landkreis Freising hat sich als „Bildungsregion Landkreis Freising“ zu einer Zertifizierung beworben. Für dieses Vorhaben wurden sechs Arbeitskreise auf Kreisebene eingerichtet, die als Ziel Themengebiete ausarbeiteten und für die Zertifizierung formulierten. Im zweiten Dialogforum im großen Sitzungssaal vom Landratsamt Freising wurden diese Ergebnisse vorgestellt und mit der offiziellen Bewerbung an Herrn Ministerialrat Butz vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung, Kultur, Wirtschaft und Kunst übergeben. Ziel dieser Initiative ist es, ein zukunftsweisendes, ganzheitliches Bildungsangebot „vor Ort“ zu schaffen.

Der Einbau von acht 135-Zoll Whiteboards in unseren Klassenzimmern - voraussichtliche Installation in den Herbstferien – wird unsere Schule bzgl. der Lehrmittel und der damit verbundenen Lehrmethode modernere Formen annehmen. Eine Förderung der Investition durch Bundes- oder Landesmittel ist trotz diesbezüglicher Medienberichte nicht in Sicht.

Jährlich findet auf Kreisebene eine Besichtigung von gelungenen Lösungen für den Hochwasserschutz, die sogenannte „Gewässer-Nachbarschaften“, statt. Die diesjährige Besichtigung führte uns zum Hirschbach in der Gemeinde Kirchdorf und zum Hutgraben in der Gemeinde Wolfersdorf.

Dieses Thema ist auch für unseren Thalhauser Graben immer noch hoch aktuell.

Mit unserem Ingenieurbüro Dr. Schreff wurde auch die neue Belüftungstechnik in unserer Kläranlage ohne Beanstandungen abgenommen. Derzeit wird die elektronische Steuerung noch erneuert und parametriert, damit die vorgesehene Leistung für 7000 Einwohnerwerte in der Kläranlage voll zur Verfügung stehen.

In der Gemeinderatssitzung vom 27.06.2017 wurden folgende Themen behandelt:

Unter Top 2 hat Herr Kolbinger von der Firma CORWESE, unserem Planungsbüro für den Glasfaserausbau einen zu 100 Prozent geförderten Masterplan für die Gemeinde Kranzberg vorgestellt. In diesem Masterplan sind für das gesamte Gemeindegebiet Leerrohre für Glasfaser in den berechneten Größen geplant, die einen künftigen Ausbau des Glasfasernetzes in der Gemeinde effizienter voranbringen sollen. Bei jeder Straßensanierung und Ausbaumaßnahme muss von der Verwaltung mit den Spartenplänen geprüft werden, welche Leitungen bereits vorhanden sind und welche Leerrohre lt. Masterplan noch verlegt werden müssen. Es soll also verhindert werden, dass eine neu geteerte Straße binnen kürzester Zeit wieder geöffnet werden muss.

Unter Top 3 stellten Herr Grepmair und Herr Weiß vom Projektmanagement-Büro Stein und Partner dem Gemeinderat Umsetzungsmodelle für einen kommunalen Wohnungsbau auf der Fläche neben der Villa Kranich vor. Die Modelle sind Denkanstöße für die künftige Entwicklung in diesem Bereich. Der nächste Schritt bei diesem Projekt ist die direkte Information der Gemeinderäte durch die Regierung von Oberbayern in einem Forum.

Bei Top 6 wurde beschlossen, dass an den rückwärtigen Anbau der Schulaula eine Dachrinne angebaut werden soll, womit im Winter eine gefährliche Eiszapfenbildung verhindert werden kann.

Unter Top 7 wurden die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange zum Bebauungsplan „Am Hochbehälter“ abgewogen und die 5. Änderung des Bebauungsplans vom Gemeinderat beschlossen.

Unter Punkt 8 der Sitzung wurde der Bebauungsplan „Gewerbepark BA III“ mit einer erneuten Billigung des Satzungsentwurfes behandelt. Nach einer anwaltlichen Beratung wurden einige Textstellen vom Bebauungsplan umformuliert und nun vom Gemeinderat nochmals beschlossen.

Manche Leute bezeichnen es als Sparbüchse der Gemeinde, ich bezeichne es als Haftpflichtversicherung für unsere Bürger. Gemeint ist die unter

Top 9 beschlossene Beschaffung eines neuen Hilfelöschgruppenfahrzeugs HLF20 für die Feuerwehr Kranzberg. Die Ausschreibung hat ergeben, dass das benötigte HLF20 mit dem geplanten Auslieferungstermin Mitte 2018 der Gemeinde rund 384.133 € kosten wird und hierfür eine Förderung von 119.000 € zu erwarten ist.

Unter Top 10 der Sitzung wurde unser Geschäftsleiter Klaus Burgsteller als Wahlleiter für die Bundestagswahl am 24.09.2017 in der Gemeinde Kranzberg bestimmt. Vertreten wird er durch Frau Tanja Burgstaller.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, beachten Sie bitte die öffentlichen Bekanntmachungen zur Bundestagswahl, damit Sie vollumfänglich informiert ihre Kreuze auf den Wahlunterlagen setzen können. Ich bedanke mich vorab bei den freiwilligen Wahlhelfern für ihre Bereitschaft und ihren Einsatz am Wahltag sowie bei Ihnen allen, die Sie Ihre Stimme nutzen und zur Wahl gehen.

Am 03. Juli fand ein erstes Treffen vom Arbeitskreis (AK) „Wirtschaft“ in kleinem Kreise statt. Ziel des AK soll es sein, Verbindungen zu knüpfen und die Bedürfnisse der lokalen Firmen zu ermitteln. Im Herbst wird eine Einladung an einen erweiterten Kreis der lokalen Gewerbetreibenden zu einem zweiten Treffen folgen.

In der Sozialausschuss-Sitzung vom 11.07.2017 wurde mit den Abteilungsleitungen Fußball und Tennis und der Vorstandschaft vom SVK eine Ortsbesichtigung auf dem Sportgelände durchgeführt. Die Abteilungsleitungen zeigten uns Mängel auf und wiesen auf die gewünschten Verbesserungen hin. Im Sitzungssaal wurden die Punkte zusammengefasst und notiert.

Unter Top3 der Sozialausschuss-Sitzung wurde eine künftige Ehrenordnung besprochen, die in der nächsten Sitzung vom Gemeinderat beschlossen werden kann.

Im Jahr 2019 kann – wie bekannt – das Erholungsgebiet das 50-jährige Eröffnungsjubiläum feiern. Für diesen Anlass wurden die Gemeinderäte, die Vereine, der AK „Kranzberger See“, Herr Besenthal vom Erholungsflächenverein und motivierte Mitbürgerinnen und Mitbürger für den 13. Juli zu einem Arbeitskreis (AK) „Seejubiläum“ in das Seehaus eingeladen. Bei diesem Treffen wurden mögliche Aktivitäten im Jahr 2019 diskutiert. In einem weiteren Treffen im Herbst soll sich der AK „Seejubiläum“ festigen und das weitere Vorgehen besprochen werden.

Viele Vereine und Einrichtungen feiern in diesen Tagen ihre Sommerfeste. Vielen Dank an die Vorstandschaften und an die Verantwortlichen für ihr Engagement. Sie bringen durch ihren Einsatz „Leben“ in unsere Dörfer. Vielen Dank auch an die Mitglieder der Feuerwehr Kranzberg für die Bewirtung beim Seniorennachmittag und die Ausrichtung vom Bürgerfest. Vielen Dank an Alfons Berger für seine Informationen zur Dorfgeschichte.

Ende August feiert die Feuerwehr Hohenbercha die Fahrzeugweihe vom neuen Feuerwehrfahrzeug TSF-W. Auch herzlichen Dank auch an die aktiven Feuerwehrleute, die dieses neue Einsatzmittel ohne wenn und aber annehmen.

Ich wünsche Ihnen allen – vor allem unseren Schülern – schöne Urlaubs- und Ferienwochen, die Sie mit der Familie und den Freunden verbringen können.

Ich habe einen Spruch zu Ferien gefunden, der heißt:

„Wie lange soll der Urlaub dauern? So lange, dass der Chef sie vermisst, aber nicht solange, dass er merkt, dass er auch ohne sie auskommt.“

Es grüßt Sie herzlich

Ihr

Hermann Hammerl

1. Bürgermeister