Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

im Zusammenleben der Menschen ist Toleranz erforderlich. Sei es in der Ehe, wie ich meiner letzten Trauung hervorhob, in Gemeinschaften wie zum Beispiel bei den Bewohnern der Villa Kranich oder in der Weltpolitik.

In der Ehe bedeutet dies, dass man sich auf seinen Partner einlässt, dass die Ehepartner gemeinsame Pläne schmieden und sie diese versuchen, umzusetzen und dass man sich auf seinen Partner verlassen kann. In der Villa Kranich – die am 23.04. ihr 5-jähriges Bestehen feiern konnte – bedeutet es, dass man mit netten Mitbewohner gemeinsam feiert, dass man sich auf seine Nachbarn bei Bedarf verlassen kann, dass man ein gutes Miteinander pflegt. Die Aussage vom amerikanischen Präsidenten Donald Trump „America first“ und die Aussage in der Karikatur im Freising Tagblatt mit Kim Jong-un, in welcher der Nordkoreanische Machthaber auf eine Atombombe mit den Worten zeigt, „America first“, haben wenig mit Toleranz zu tun. Man sieht, dass die gleiche Aussage „America first“ eine komplett andere Bedeutung haben kann. Es kommt eben immer auf die Umstände und den Standpunkt an.

Die letzten Wochen waren wieder von vielen Ereignissen geprägt. So konnten sich viele ehrenamtliche Müllsammler bei der Aktion „Saubere Landschaft“ für die Umwelt engagieren und einiges an Unrat sammeln. Ich möchte mich an dieser Stelle sehr herzlich für die Beteiligung bedanken.

Die neu gewählten Vorstände im Sportverein / in den Abteilungen, in den Feuerwehren und allen weiteren Vereinen und natürlich alle aktiven Gemeindebürger verdienen unseren höchsten Respekt, dass sie ihre Freizeit für die Gemeinschaft ehrenamtlich einbringen und somit zum aktiven Dorfleben beitragen. Herr Popp vom Tierschutzverein Freising ist mit seinen ehrenamtlichen Bemühungen, ein Tierheim im Landkreis Freising zu bauen, mit dem Spatenstich am 01.04. ebenfalls einen Meilenstein vorwärts gekommen.

Dem Einsatz der Solarkreisfreunde Freising ist es zu verdanken, dass im Landratsamt Freising jährlich eine Prämierung in der Feier der Solarkreisliga stattfindet. Kranzberg landet dank unserem Wasserkraftwerk, der Biogasanlagen und der installierten Photovoltaikanlagen wieder auf Platz drei der Gemeinden mit dem höchsten Selbstversorgungsgrad von derzeit 221 % für den Strombedarf im Gemeindegebiet. Dazu beigetragen haben unser Wasserkraftwerk mit 143 %, die Biogas-Energie mit 27 % und die Photovoltaikanlagen mit 51 %.

Die Umrüstung der Belüftung im Klärbecken liegt im Zeitplan und soll Mitte Mai abgeschlossen sein. Die Erneuerung der Gebläse, der Elektronik und der Steuerung wird noch einige Wochen in Anspruch nehmen. Die Überrechnungen der Einleitungen, die Digitalisierung und die notwendigen Sanierungen der Kanäle werden die Verwaltung und den Gemeinderat auch in den nächsten Monaten noch beschäftigen.

Die Bäckerei Wiesender konnte mit ihrer Filiale den neuen Backshop beziehen und wird uns künftig mit Backwaren versorgen. Ich wünsche der Bäckerei einen guten, erfolgreichen Start in den neuen Räumlichkeiten. Dies ist wieder ein gesetzter Baustein für die Nahversorgung der Bevölkerung.

Von den Gemeinden wird gefordert, dass sie für die Einführung des digitalen Rechnungseingangs ab 2018 gerüstet sind. Aus diesem Grund haben wir uns bei einer anderen Gemeinde in Niederbayern über diese neue Software informiert. Die Einführung ist bei unserer Verwaltung für dieses Jahr geplant. Bei diesem neuen Ablauf werden alle Rechnungen beim Posteingang sofort gescannt und somit digitalisiert oder vom Lieferanten direkt digital übernommen. Alle nachfolgenden Schritte der Bearbeitung von der Rechnungsprüfung, der Freigabe bis zur Zahlung erfolgen mit definierten Plausibilitäten rückverfolgbar im System.

Der Monat April ist - wie in den letzten Jahren auch – der Monat, in dem der Gemeindehaushalt besprochen wird. Kämmerer Klaus Burgstaller bereitete die Unterlagen ausführlich mit Vorbericht, Investitionsübersicht, Haushaltsplan, Haushaltssatzung und Stellenplan vor und stellte sie den Gemeinderatsmitgliedern am 07.03. zur Verfügung. In der Finanzausschusssitzung am 03.04.2017 wurde unter Top 1 die geplante Abrechnung für die Finanzierung und Erschließung von Baugebieten durch Bayerngrund vorgestellt. Ich bin mir sicher, dass die Vorteile der Abrechnung der Baugebiete über Bayerngrund und der transparenten Abrechnung je Baugebiet gegenüber dem nachteiligen Begriff „Schattenhaushalt“ überwiegen. Unser Kämmerer wird auch in bei den künftigen Haushaltsübersichten die bestehenden Beteiligungen, die erteilten Bürgschaften und die „Nebenhaushalte“ ausweisen und somit alle Verbindlichkeiten vollständig aufzeigen. Unser letztes Baugebiet „Ziegelbreite“ wurde in gleicher Weise finanziert.

In der Haushaltsvorberatung wurde der eingereichte Antrag von drei CSU-Ratsmitgliedern vom 20.03. zum Kommunalen Wohnungsbau auf der Fläche neben der Villa Kranich behandelt und die Zahlen in den Haushalt übernommen. Die haushaltswirksamen Positionen im Antrag von neun Ratsmitgliedern vom 31.03. wurden in der Finanzausschusssitzung ebenfalls berücksichtigt.

Abschließend wurde die einstimmige Empfehlung für die Zustimmung zum Haushalt 2017 und der Haushaltsplanung der Jahre 2018 bis 2020 gefasst.

In der folgenden Gemeinderatssitzung vom 04.04.2017 wurden folgende Themen behandelt. Unter Top 2 der Sitzung wurde die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf dem Kinderhaus und auf dem Rathaus - vorrangig für den Eigenverbrauch – von Herrn Engelhard vom IB VE-Plan vorgestellt und beschlossen. Im Sitzungspunkt 3 wurde über den Kauf von Whiteboards für alle Klassen beraten. In der Gemeinderatssitzung vom Februar wurde die Entscheidung über diese Anschaffung damals zurückgestellt, da eine angekündigte Förderung über ein Bundesförderprogramm zu prüfen war. Die Ratsmitglieder Martin Oberprieler, Sebastian Ströhl und Anton Hierhager stellten am 26. Februar den Antrag zum zeitnahen Einbau der Whiteboards. Die Recherchen von unserem Geschäftsleiter haben ergeben, dass derzeit keine staatlichen Zuwendungen möglich sind und die Aussichten erst nach der Bundestagswahl klarer werden. Der Gemeinderat hat nun mehrheitlich beschlossen, die Investition von geplanten 130.000 Euro Kosten selbst zu finanzieren. Die Lehrkräfte und die Schulkinder bekommen somit voraussichtlich zum Schuljahreswechsel die neue Technik installiert.

Im Top4 wurde der vorberatene Finanzhaushalt behandelt. Vom Kämmerer Klaus Burgstaller wurden alle Änderungen vom Vortag in den Haushalt eingearbeitet, alle Änderungen wurden den Ratsmitgliedern und den Sitzungsbesuchern vorgestellt und besprochen. Da sich die Veränderungen wesentlich auf die Haushaltsplanung und u. a. auf die künftige Verschuldung auswirken, wurde der Antrag gestellt, die Abstimmung über den Haushalt zurückzustellen. Nachdem sich für den Antrag keine Mehrheit fand, wurde von den Ratsmitgliedern mehrheitlich beschlossen, der Haussatzung, dem Haushaltsplan mit den besprochenen Änderungen und dem Stellenplan zuzustimmen. Im nächsten Top wurde der Finanzplanung der Jahre 2018 bis 2020 ebenfalls mehrheitlich zugestimmt.

Unter Punkt 6 wurde den zwei Bauanträgen die Zustimmung erteilt. Die drei Anträge auf Bauvorbescheid wurden in den Bauausschuss vertagt.

Im Top 8 wurden der Satzungsentwurf für die Änderung vom Bebauungsplan „links der Amper Mitte“ mehrheitlich gebilligt.

Die Ertüchtigung der Kläranlage wurde mit den Unterpunkten „Auftragsergänzung für die Kläranlagenbelüftung, Auftragsvergabe für die Prozessleittechnik und Auftragsvergabe für die Elektroarbeiten jeweils einstimmig beschlossen.

Die Auftragsvergabe für die Verlängerung der Kanalleitung am Eschenweg wurde von mir bekanntgegeben, nachdem ich den Auftrag im Vorfeld wegen Dringlichkeit vergeben musste.

Im nächsten Top wurde der Auftrag für die Erschließung vom Gewerbepark BA III an den wirtschaftlichsten Anbieter, der Firma Schelle, vergeben. Die Baumaßnahmen werden im Mai beginnen und sollen im Herbst fertig gestellt sein.

Nachdem die Vorbereitungen für die Ausschreibung vom Feuerwehrfahrzeug HLF20 für die Feuerwehr Kranzberg abgeschlossen waren, wurde in der Sitzung der Auftrag zur europaweiten Ausschreibung erteilt. Bis voraussichtlich Ende Mai müssen die Angebote eingereicht sein.

Der nächste Sitzungspunkt betraf einen Antrag vom 26. Februar mit dem Wunsch, am Kriegerdenkmal in Kranzberg wieder einen zweiten Baum zu pflanzen. Nachdem sich die Fläche nicht im Eigentum der Gemeinde befindet und der Eigentümer keinen Baum wünscht, ist die Bepflanzung mit einem Baum nicht möglich. Dass die gesunde Linde rechts vom Kriegerdenkmal erhalten bleibt, wurde einstimmig beschlossen.

Dem weiteren Antrag vom 26. Februar für die Verpachtung der Fläche und der Vermietung des Hauses am Herzog 1 wurde mehrheitlich nicht gefolgt, da lt. Gutachten von Herrn Architekten Dörner eine Instandsetzung vom nicht bewohnbaren Gebäude nicht wirtschaftlich ist.

Der vierte Antrag vom 26. Februar betraf die Verlängerung der Ladungsfrist für die Gemeinderatssitzungen von 4 Kalendertagen auf 7 Werktage. Mehrheitlich wurde die Verlängerung der Ladungsfrist auf künftig 6 Kalendertage festgelegt. Somit muss die Geschäftsordnung der Gemeinde entsprechend geändert werden.

Die Mitglieder vom bayerischen Gemeindetag im Landkreis Freising haben initiiert, dass im Landkreis für die teilnehmenden Kommunen ein gemeinsamer Datenschutzbeauftragter angestellt wird. In der Sitzung wurde dem Abschluss einer Zweckvereinbarung einstimmig zugestimmt.

Bisher wird die Funktion in der Regel vom Geschäftsleiter wahrgenommen, wobei eine Selbstüberwachung nicht sein darf. Das Aufgabenfeld eines Datenschutzbeauftragten sollte sich in allen Gemeinden gleichen.

Ab September wird im Kinderhaus Kleeblattl die dritte Krippengruppe wieder ihren Dienst aufnehmen. Somit sind mir bei der Kinderbetreuung in der Gemeinde derzeit keine Wartelisten oder Abweisungen bekannt.

Am 11. April fand die erste Bauausschusssitzung in diesem Jahr statt, in der die Anträge auf Vorbescheid lt. der Gemeinderatssitzung mit Ortsbesichtigungen begutachtet wurden.

Nach dem Motto – nichts ist unmöglich – musste die Feuerwehr Thalhausen feststellen, dass aus dem Gerätehaus bzw. einem Fahrzeug zwei Digitalfunkgeräte samt einer Ladestation entwendet wurden. Die Funkgeräte sind für die private Nutzung verboten und zwischenzeitlich in der Leitstelle gesperrt, das bedeutet, dass sich die Geräte nach dem Einschalten selbst wieder abschalten und dass die Logins in der Leitstelle registriert würden. Falls sich die Geräte noch auffinden lassen, wäre es hilfreich, wenn sie – auch anonym – am Gerätehaus Thalhausen oder einer anderen gemeindlichen Einrichtung abgeliefert würden.

Freuen wir uns gemeinsam auf die neuen Maibäume in Gremertshausen und Thalhausen, auf die warme Sonne und die erwachende Natur.

Im Wonnemonat Mai erblühen nicht nur die Blumen - auch die Herzen der Menschen.

 

Es grüßt Sie herzlich

Ihr

Hermann Hammerl
1. Bürgermeister