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Juni 2020

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Wörter „Corona“ und „Hygiene“ in unterschiedlichen Wortzusammensetzungen dürften in diesem Jahr die meist verwendeten Wörter in unserem täglichen Sprachgebrauch sein.

Die Corona-Pandemie hat unseren Alltag seit Mitte März grundlegend verändert. Die Kinderbetreuung in öffentlichen Einrichtungen, das Lernen in der Schule, der tägliche Einkauf, der Besuch bei Behörden oder Gottesdiensten, das gemeinsame Feiern – alles ist nicht mehr so, wie es vor „Corona“ war. Ein Biergartenbesuch mit Abstand und Mund-Nase-Schutzmaske ist zwar toll, weil man an der frischen Luft sein kann – ein Oktoberfest-Feeling ist aber nicht in Sicht. Dafür kann man sich aber jetzt 30 Oktoberfest-Schmankerl-Rezepte für Zuhause vom Internet herunterladen oder Grill- und Smok-Kochkurse im Fernsehen anschauen. Alle Menschen sollen jetzt möglichst zuhause bleiben.

Es ist wichtig, dass sich alle Leute im Alltag vernünftig benehmen, den notwendigen Abstand einhalten und Hygieneregeln beachten. Dass dieses Verhalten mit Kleinkindern in den Kindergärten und Schulen nicht so einfach praktiziert werden kann, weil soziales Verhalten nicht in Fernbetreuungen gelebt werden kann, sollte klar sein. Es kommt einfach – wie immer im Leben – auf ein gesundes Gefühl an, was möglich ist bzw. was man sich traut. Das vorsichtige Verhalten von Risikogruppen muss man akzeptieren und Personen mit Krankheitssymptome müssen sich sofort vom Arzt beraten lassen und Menschengruppen meiden.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Personen bedanken, die sich in unserer Gemeinde für die Mitmenschen durch ihre Hilfsbereitschaft einsetzen.  Unsere Lehrkräfte in der Schule bemühen sich, den Schulunterricht wieder schrittweise zu starten sowie Unterrichtsstoff und Aufgaben über die Eltern den Kindern zu vermitteln. Herzlichen Dank an die Schulleitung, an die Lehrkräfte, dem Hausmeister und den Reinigungskräften, dass ein Hygienekonzept und ein neuer Unterrichtsplan mit kleinen Klassen erarbeitet und umgesetzt werden konnte. Die Kinderbetreuung in Krippe, Kindergarten und Hort findet für Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten, in Kleingruppen statt. Die Maskenpflicht in allen Bereichen, in denen die Mindestabstände nicht immer eingehalten werden können, wird eingehalten.

Mit der Aufstellung von Hygienekonzepten machen sich die verantwortlichen Personen in allen Bereichen Gedanken, wie man sich und andere schützen kann. Dann bleibt nur noch der Wunsch – bleiben Sie gesund!

„Corona“ zeigt uns aber auch, dass es andere Wege der Kommunikation gibt. Videokonferenzen wären ohne diese Pandemie weniger ein Thema gewesen.

Jetzt wird diese Art der Kommunikation hoffähig gemacht.

Seit einigen Tagen besitzt unser Bauhof ein neues Fahrzeug – einen Citroen Jumper Kipper. Dieses Fahrzeug wird unseren 20 Jahre alten VW-Pritschenwagen ersetzen. Mit der kippbaren Pritsche vom neuen Fahrzeug können unser Mitarbeiter vom Bauhof effizienter arbeiten.

Derzeit sind die Gewerke für unser Mehrgenerationenhaus (MGH) wieder ausgeschrieben. Die erste Ausschreibung wurde vom Gemeinderat aufgrund der enormen Preissteigerungen aufgehoben. Der neue Zeitplan für die Umsetzung sieht vor, dass der Spezialtiefbau erst im Herbst ausgeführt wird und Baumeister- und Holzbauarbeiten erst im kommenden Jahr beginnen. Wir erhoffen uns mit diesem neuen Zeitplan wieder mehr Angebote und günstigere Preise.

Die Abschlusssitzung vom Gemeinderat 2014 – 2020 fand am 28. April im Saal vom Pantaleonsgebäude statt.

Von den Gemeinderäten wurden die fünf Stellungnahmen von Trägern öffentliche Belange zum Bebauungsplan „Gremertshausen Ost II“ alle einstimmig abgewogen. Einwendungen oder Stellungnahmen bei dieser Auslegung gab es von Privatpersonen keine.

Somit konnte anschließende der Satzungsbeschluss zu diesem Bebauungsplan „Gremertshausen Ost II“ gefasst werden, der ortsüblich bekannt gemacht wird, wenn alle Bürgschaften mit dem Erschließungsträger abgeschlossen sind. Mit Veröffentlichung vom Satzungsbeschluss tritt dieser in Kraft.

Die Stellplatzsatzung der Gemeinde soll angepasst werden. Dafür wurden die aktuellen gesetzlichen Regeln und die Anregungen in die derzeit aktuelle Fassung eingearbeitet. Nachdem bei der Diskussion noch Fragen zu einzelnen Begriffen aufgetreten sind, die nicht eindeutig geklärt werden konnten, wurde die Abstimmung vertagt, bis die Verwaltung eine einvernehmliche Lösung vorschlagen kann.

Die Umgestaltung vom unteren Teil des Gemeindefriedhofs in Kranzberg verschiebt sich aufgrund der Ausschreibung und der derzeit erwarteten ungünstigen Preise. Vorbereitend für diese Maßnahme sollen aber in diesem Jahr die Regen- und Schmutzwasserkanäle in der Oberen Zeislstraße bis zum Friedhof verlängert werden. Im Regenwasserkanal wird das Oberflächenwasser abgeleitet und der Schmutzwasserkanal wird für die Entwässerung der künftigen Abfallcontainer benötigt. Der Auftrag wurde an die Firma Weigl - die auch das Baugebiet „Gremertshausen Ost II“ kanaltechnisch erschließt - erteilt.

Das Rathaus Kranzberg soll einen direkten Glasfaseranschluss für ein schnelles, zukunftsfähiges Internet bekommen. Nachdem für diesen Anschluss ein Verteilerkasten neu errichtet werden muss, sind die Kosten mit über 27.400 € erheblich. Erfreulicher Weise gibt es eine Förderung in Höhe von knapp 22.000 €. Sobald die Förderzusage erteilt ist, wird der Auftrag für den Anschluss an die Telekom, die als einzige ein Angebot abgegeben hat, erteilt.

Bevor unser Geschäftsleiter die aktuellen, auch Corona bedingten, negativen Entwicklungen vom Haushalt 2020 vorstellte, wurden die scheidenden Gemeinderäte aus der Amtszeit 2014 bis 2020 von mir verabschiedet.

Im neuen Gemeinderat nicht mehr vertreten sind Wolfgang Badhorn, Hans Halbinger, Johanna Haslbeck, Sebastian Ströhl und Anton Westermeier.

Vielen Dank für Ihr Engagement in 6, 12, 18 und 24 Jahren im Gemeinderat und in den Ausschüssen! Sozial engagierte Mitbürger – wie unsere scheidenden Ratsmitglieder – werden sich auch weiterhin für die Gemeinschaft einsetzen – herzlichen Dank dafür – auch weiterhin. Als kleines Zeichen der Dankbarkeit und zur Erinnerung habe ich jeweils eine Urkunde, einen gravierten Dekantier und ein Weinpräsent überreicht.

Am 12. Mai fand im Saal vom Pantaleonsgebäude die konstituierende Sitzung vom „neuen“ Gemeinderat statt. Fünf neue Gemeinderäte konnte ich in unserer Runde, die weiblicher geworden ist, begrüßen. Roland Haslbeck, Petra Horneber, Konrad Neumair, Verena Nerl und Rudolf Wildgruber wurden von mir auf das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und auf die Verfassung des Freistaates Bayern vereidigt.

Des Weiteren wurde vom Gemeinderat festgelegt, dass es auch in der neuen Amtszeit nur einen zweiten Bürgermeister in der Gemeinde Kranzberg gibt.

Zur Wahl des 2. Bürgermeisters wurden Franz Braun, Anton Hierhager und Monika Mühl vorgeschlagen. Franz Braun stellte sich nicht zur Wahl. Bei der schriftlichen, geheimen Wahl entfielen auf Anton Hierhager 10 Stimmen und auf Monika Mühl 6 Stimmen. Nachdem Anton Hierhager die Wahl annahm, konnte ich ihm zur Wahl zum 2. Bürgermeister gratulieren.

Die Vereidigung vom 2. Bürgermeister konnte entfallen, da er bereits dieses Amt ausgeführt hat.

Der 2. Bürgermeister und alle Gemeinderäte wurden von mir zur Geheimhaltung von Angelegenheiten verpflichtet, die im Interesse der Sicherheit sind oder die Beschlüsse in nicht öffentlichen Sitzungen betreffen.

Der Entwurf der Satzung für die Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechst wurden von der Verwaltung den Gemeinderäten am 23. April übersandt. In der Sitzung fand diese Satzung ein einstimmiges Votum. Die Ausschüsse für „Finanzen“, „Bau- und Umwelt“ und „Jugend, Schule, Kultur, Soziales, Sport und Gesundheit“ setzen sich wie bisher aus jeweils 6 Person und dem Bürgermeister als Vorsitzenden zusammen. Nur der Rechnungsprüfungsausschuss besteht aus 3 Personen.

Anschließend wurden die Mitglieder für die Ausschüsse benannt. Die Verteilung der Sitze aus den Gruppierungen erfolgte nach der Hare-Niemeyer-Berechnung.

Der Entwurf der neuen Geschäftsordnung (GeschO) wurde ebenfalls am 23. April an die Gemeinderäte versandt. Als Änderung der Geschäftsordnung wurde von Anton Hierhager folgende Ergänzungen beantragt:

Als neues Gremium soll ein Fraktionsrat in die Geschäftsordnung aufgenommen werden, der sich als informeller Gesprächskreis trifft.

Alle Niederschriften der öffentlichen Sitzung sollen künftig nach Genehmigung durch den Gemeinderat auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht werden.

Alle Satzungen und Verordnungen, die amtlich bekannt gemacht wurden, sollen auf der Homepage der Gemeinde einsehbar und zum Herunterladen bereitgestellt werden.

Von Georg Neumair wurde beantragt, dass künftig festgelegt wird, dass die jährlichen Bürgerversammlungen in allen 4 ehemaligen Gemeindegebieten abgehalten werden und dass ein Antrag zur Geschäftsordnung auf Ende der Diskussion und Abstimmung nur unter bestimmten Bedingungen gestellt werden kann. Dieser Punkt wird von der Geschäftsleitung geklärt.

Alle anderen Punkte wurden in die GeschO übernommen und die GeschO einstimmig beschlossen.

Ich wurde für weiter sechs Jahre zum Eheschließungsbeamten bestellt.

Des Weiteren wurden die Verbandsräte für den Zweckverband Wasserversorgungsgruppe Freising Süd, die Vertreter für die Schulverbandsversammlung im Schulverband Allershausen, die Vertreter für die Mitgliederversammlung des „Vereins zur Sicherstellung überörtlicher Erholungsgebiete e. V.“, die Vertreter im Partnerschaftsverein und die Mitglieder der Musikschule Ampertal e. V. ernannt.

Die Benennung der Vertreter in der Fluglärmkommission wurde zurückgestellt, da die FLAK bei der Benennung gehört werden sollte.

Der neue Ausschreibungsterminplan für das MGH wurde den Räten vorgestellt. Nach dieser Planung sollen sieben Gewerke in der Sitzung am 30.06. vergeben werden.

Unter Bekanntgaben teilte Geschäftsleiter Klaus Burgstaller mit, dass die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED vom Strom-Abrechnungszeitraum 2018 auf 2019 eine Einsparung um 45 % des Stromverbrauchs erbrachte.

Entsprechend der beschlossenen Änderung der Geschäftsordnung werden also künftig alle Niederschriften der öffentlichen Gemeinderatssitzung in neutralisierter Form (ohne Namen von Bauwerbern, etc.) auf der Homepage mit Abstimmungsergebnissen einsehbar sein.

Am Do 28.05. findet am Pantaleonsberg eine Info-Veranstaltung zum Bau des Regenwasserkanals in der Oberen Dorfstraße in der Zeit vom 15. Juni geplant bis zum 17. Juli statt. Die Planer vom IB Lohr, die bauausführende Firma STRABAG sowie die Firma, die die Umleitungsregelung vornimmt, werden vertreten sein, sie werden die Maßnahme vorstellen und Fragen beantworten können. Die Obere Dorfstraße wird also lt. Plan am 15. Juni komplett gesperrt sein! Die Umleitung wird in den Medien bekannt gemacht und ist beschildert. Ich möchte mich für die unvermeidbaren Behinderungen bereits im Vorfeld entschuldigen – es muss sein!

Für die Vergabe der Grundstücke im Einheimischen Model in Gremertshausen sowie für die Planung vom Baugebiet „Kranzberg – westliche Ringstraße“ wurde der Interessenbogen angepasst und wird an die bekannten Interessenten neu verschickt bzw. er kann auch neu angefordert werden. Die Einkommensgrenzen, die als Voraussetzung für die Berechtigten eingehalten werden müssen, werden ebenfalls neu geprüft. Die Auswertung wird ergeben, wie viele Interessenten aktuell für Gremertshausen zu berücksichtigen sind und wie die Planungen bedarfsbezogen bei „Kranzberg – westliche Ringstraße“ fortgesetzt werden sollen.

Ein Spruch aus Ungarn lautet:

Hoffnung ist eine Flamme,

die ständig flackert,

aber nie erlöscht.

Hoffen wir also, dass die Flamme der Normalität ohne Corona bald wieder heller und kräftiger leuchtet.

Es grüßt Sie herzlich                    

Ihr

Hermann Hammerl

1. Bürgermeister

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