Gemeinde Kranzberg

Dezember 2018

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

                                                                                         

freuen Sie sich auch auf die Adventszeit – die staade Zeit vor Weihnachten?

Es ist die Zeit der Weihnachtsfeiern und der Christkindlmärkte, die Zeit der Weihnachtseinkäufe und der Bescherung. Eine Zeit, in der wir mehr

Aufmerksamkeit für unsere Familie und Angehörige aufbringen sollten. Es sollte keine Zeit sein, in der wir noch das ein oder andere Projekt im alten Jahr abschließen oder einen Auftrag unter Zeitdruck erledigen müssen.

Nach den Worten der Kanzlerin „wir schaffen das“ werden wir auch dieses Jahr vollenden.

Ein Projekt, dass uns seit 2017 mehr oder weniger zeitintensiv begleitet, ist die Planung vom kommunal geförderten Mehrgenerationenhaus (MGH). Das Planungsteam trifft sich zwischenzeitlich wöchentlich, um bestmögliche Lösungsvorschläge für die Gewerke (Außenanlagen, Heizung, Sanitär, Bauweise, etc.) für den Gemeinderat zu erarbeiten.

Damit der Gemeinderat sich auch eigene Eindrücke von der Bauausführung eines sozialen Mietwohnungsbaus machen konnte, besuchten wir am 23. November ein Objekt mit 37 Wohneinheiten in Ansbach, das von Herrn Dantele mit geplant wurde. Für aktuell anstehende Fragen wurde eine Wohnung gezeigt bzw. wurden generelle Lösungsansätze erläutert.

In der GR-Sitzung Anfang Dezember soll hierzu die 1. Änderung vom Bebauungsplan „Kanzberger See“ mit dem Mehrgenerationenhaus vorgestellt werden. Die Einreichung vom Bauantrag für das MGH ist für die Sitzung im März 2019 geplant.

Die Ehrung von fünf Persönlichkeiten, die sich ehrenamtlich in das Dorfleben der Gemeinde einbringen bzw. gebracht haben, wurde am 22. Oktober am Pantaleonsberg in einem feierlichen Rahmen gefeiert. Die Wertschätzung dieses ehrenamtlichen Einsatzes ist uns wichtig, weil dieses Engagement auch Vorbild für andere Gemeindebürger(-innen) – vor allem für die Jugend – sein soll.

Dass die tollen und zu Papier gebrachten Ideen von Landschaftsplanern nicht immer den Vorstellungen der Bürger entsprechen, merkten wir in der Info-Veranstaltung am 30. Oktober zu den Planungen vom Kühnhauser Weiher. Die Anregungen der Bürger werden nun in den Planungen aufgegriffen. Angestrebt ist hier die Planungszeit bis Herbst 2019 und eine anschließende Umsetzung der Maßnahme, sofern alle Voraussetzungen geschaffen werden können.

In einem zweitägigen Workshop „Verkehrskonzept München-Nord“ sowie in einem Workshop „Nahverkehrsplanung“ wurden die vorab abgefragten und aufbereiteten Visionen und Wünsche der Städte und Gemeinden dieser Region vorgestellt. Ergebnis war, dass sich die Wachstumsregionen im Münchner Norden vorrangig entlang der Bahntrassen entwickeln werden.

Die Einflussmöglichkeit der Gemeinden auf eine mögliche Innenentwicklung / Nachverdichtung ist gering. Die Rückmeldungen zu den Entwicklungszielen der Kommunen sind räumlich vergleichbar eingeschätzt.

Die Anbindung der Dörfer durch stärker getaktete Busverbindungen ist erforderlich. Eine kurzfristige – auch angestrebte – Verbesserung in den MVV-Plänen dauert immerhin auch zwei Jahre. Und es steht natürlich auch noch die Kostenfrage im Raum. Zusätzliche Verbindungen kosten Geld, das der Landkreis aufbringen muss, und die sich langfristig als rentabel erweisen müssen. Ein Umdenken zur Nutzung vom ÖPNV wird sich vor allem bei steigenden Kosten im Individualverkehr einstellen.

Am Vorabend zum Volkstrauertag und am Volktrauertag gedachten die Vereine und die Gemeinde gemeinsam der Folgen vom 1. und 2. Weltkrieg sowie der Opfer von Vertreibung, Terror und Gewalt. In feierlichen Gedenkgottesdiensten wurde an die Opfer erinnert und dass es bei Kriegen keine langfristigen Sieger gibt. Vielen Dank für die Teilnahme an diesen Feierlichkeiten.

Herzlichen Dank auch an alle Bürgerinnen und Bürger, die eine der vier Bürgerversammlungen in den Ortsteilen besuchten und sich über die Aktivitäten in der Gemeinde informierten. Fragen wurden entweder sofort beantwortet oder notiert und werden geklärt. Anregungen wollen wir mit berücksichtigen.

In der Gemeinderatssitzung vom 06. November wurde vom Planungsbüro NRT der erarbeitete Landschaftsplan (LP) vorgestellt. Zu jeder Neuaufstellung vom Flächennutzungsplan gehört ein Landschaftsplan. Dem Gemeinderat obliegt es in Abwägungen, welche Teile vom Landschaftsplan verbindlich in den Flächennutzungsplan übernommen werden. Der Landschaftsplan – auch mit allen nicht in den FNP übernommenen Elementen – bleibt eine eigene, unverbindliche Bestandsaufnahme der Gegebenheiten der Natur.

Als weiterer Punkt in der Sitzung wurde die Beteiligung der Gemeinde Kranzberg als Träger öffentliche Belange am Bebauungsplanverfahren der Gemeinde Allershausen zum Bebauungsplan „Eggenberger Feld“ angehört. Der Gemeinderat stimmte den Planungen ohne Einwendungen zu.

Ein weiteres Thema war die Sanierung von Gemeindestraßen im Jahr 2019. Vorgeschlagene Straßen werden von der Verwaltung mit dem Ingenieurbüro besprochen und das IB erstellt eine Kostenschätzung je Maßnahme. Wie in den zurückliegenden Jahren auch, werden auch 2019 Sanierungen in einem Kostenrahmen von ca. einer viertel Million Euro umgesetzt. Sofern es künftig Staatszuschüsse zur Kompensation der ausgesetzten Beiträge aus der Straßenausbaubeitragssatzung gibt, werden wir unseren jährlichen Etat gerne erhöhen und noch mehr investieren.

Die Beschaffung von Zusatzbeladung für den Einsatz „Technische Hilfeleistung“ in das übergebene Fahrzeug LF8 an die Feuerwehr Thalhausen wurde einstimmig beschlossen. Zusätzlich wurden die wiedergewählten Kommandanten der FF Thalhausen - Florian Jositz und Armin Hirsch – vom Gemeinderat einstimmig bestätigt.

In der Gemeinderatssitzung vom 13. November wurde von Herrn Steuerberater Popp das Konstrukt „Kommunalunternehmen“ vorgestellt und die zahlreichen Fragen von ihm beantwortet. Herr Popp konnte aus seiner langjährigen Erfahrung als Kommunalpolitiker aus der eigenen kleinen Gemeinde berichten, die seit vielen Jahren ein Kommunalunternehmen gegründet hat. Die genannten Vorteile liegen darin, dass man sich bei Auftragsvergaben nicht immer an strengere, kommunale Vorgaben halten muss (öffentliches Vergaberecht), dass das Unternehmen mit seinen vom Gemeinderat definierten Aufgaben eine eigene Buchführung besitzt und die Kosten und Erlöse abgegrenzt ausgewiesen werden. Wie sich der Gemeinderat zur Gründung eines Kommunalunternehmens entscheidet, sehen wir in der Sitzung Anfang Dezember.

Für Fragen zu anstehenden Entscheidungen zum MGH waren Planer in der Sitzung. Es wurde beschlossen, dass die geforderten 36 Stellplätze lt. gemeindlicher Stellplatzsatzung mit einer Stellplatzbreite von zur Hälfte mit 2,50 Meter und der Rest mit 3,00 Meter ausgeführt werden sollen. Nachdem der Grundwasserstand auf der Baufläche in der Regel bei minus 1 Meter liegt, wurde aus Kostengründen auf eine Unterkellerung – auch Teilunterkellerung – verzichtet. Weiter wurde über die Unterbringung der Haustechnik im Nebengebäude, die vorgesehene Nutzung vom Gemeinschaftshaus sowie den Ausbau von einzelnen Rollstuhl gerechten Wohnungen diskutiert.

Ein weiterer Meilenstein für die Schaffung von Wohnraum in unserer Gemeinde wurde mit dem Aufstellungsbeschluss für ein Baugebiet „westliche Ringstraße“ gesetzt. Für die Erstellung eines Bebauungsplanes „westliche Ringstraße“ wurde das Planungsbüro mit dem wirtschaftlichsten Angebot beauftragt. Zusätzlich wurde der Beschluss zur Baulandumlegung durch das Vermessungsamt Freising gefasst.

Die Kosten für die thermische Verwertung von Klärschlamm oder einfach gesagt, die Kosten für die Klärschlammverbrennung, werden ab 2019 um 25 Prozent steigen. Trotzdem wird der Vertrag um ein Jahr verlängert und gleichzeitig eine interkommunale Lösung gesucht. Vielleich bekommt man bei einer Ausschreibung mit einem größeren Volumen andere Konditionen.

Gemeinsam wollen wir auch die ILE-Ampertal (Integrierte Ländliche Entwicklung) voranbringen. Die ILE besteht seit vielen Jahren aus 11 Gemeinden im Ampertal – alle befinden sich im Landkreis Freising – sowie der Stadt Freising selbst. Gemeinsam lösbare Aufgaben wurden von der ILE bereits umgesetzt, wie z. B. das Radwegenetz, ein Energiekonzept oder aktuell ein Mobilitätskonzept mit den „LEADER“-Gemeinden. Bisher wurde die ILE von Altbürgermeister Konrad Springer aus Kirchdorf ehrenamtlich betreut.

Künftig sollen die Aufgaben von einem hauptamtlichen Geschäftsführer übernommen werden. Die geförderten Kosten teilen sich die Mitgliedsgemeinden nach einem festgelegten Schlüssel. Die ILE-Ampertal bewirbt sich auch um die Auszeichnung als „staatlich anerkannte Ökomodellregion“. Mit diesem Namen könnten regionale Produkte ausgezeichnet und verstärkt lokal vermarktet werden.

Um 23 Uhr wurde die bis dorthin öffentliche Sitzung beendet. Vielen Dank für die Ausdauer der Presse und unserer Besucher. Manchen Besuchern wurde bei der Heimkehr ein zwischenzeitlicher Gasthausbesuch unterstellt - nein – wir waren fleißig und sie haben bis zuletzt zugehört.

Das Jahr 2019 wird ein Jahr der Feste. Allen voran das dreitätige Fest zum 50-jährigen Bestehen vom Erholungsgebiet Kranzberger See.

Sofern Sie noch über ein Weihnachtsgeschenk nachdenken, gäbe es beim Adventsmarkt die Möglichkeit zur Reservierung von Plätzen für den Auftritt von Wolfgang Krebs am 05.07.2019. Sie sehen – das Festkomitee hilft Ihnen beim Geschenkeeinkauf. Nächstes Jahr stehen auch die Fahrzeugweihen der neuen Löschfahrzeuge der FF Kranzberg, 100-Jahr-Feieren bei den Vereinen und viele weitere Festlichkeiten an.

Eine deutsche Weisheit sagt

„Je mehr Freude wir anderen Menschen machen,

  je mehr Freude kehrt in unser Herz zurück“.

Ich wünsche Ihnen eine gesunde, aufregende und doch besinnliche Advents- und Weihnachtszeit sowie viel Erfolg beim Freude schenken.

Es grüßt Sie herzlich                 

Ihr

Hermann Hammerl

1. Bürgermeister

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