Gemeinde Kranzberg

März 2019

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

                                                                                                                

in den letzten Wochen wurden die Unterschriften für das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ gesammelt. Über 20 Prozent der Kranzberger wahlberechtigten Bürger haben sich in die Listen eingetragen – ein Spitzenwert an Beteiligung nach der Stadt Freising im Landkreis Freising. Dieses Aufrütteln muss man als Chance sehen, dass die Leute merken, dass sich in Punkto Umwelt etwas bewegen muss, dass man künftig intensiver über die Umwelt sowie unseren Umgang mit der Natur nachdenken und mit den Bürgern diskutieren muss.

Unabhängig von diesem Volksbegehren bemühen wir uns in der Verwaltung in Abstimmung mit Imkern seit Längerem, dass auf unseren Freiflächen blühende Pflanzen gesät, entsprechend nutzbare Bäume gepflanzt oder Flächen für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge, etc. zur Verfügung gestellt werden.

Dem Wunsch nach mehr Natur werden wir auf unseren Liegenschaften gerne nachkommen, indem wir die Gräser später mähen und somit auch blühen lassen. Herr Klaus Thermer – der Küchenchef unserer Kindergarten- und Schulverpflegung schreibt sich bei der Zubereitung der Essen 30 % Zutaten in Bio-Qualität auf die Fahne. Laut Internet beträgt der Bio-Anteil beim Lebensmittelumsatz in Deutschland 5,1 %. Somit sind die Verbraucher gefragt, sich im Einkauf entsprechend zu orientieren und unsere wertvolle Natur auch Wert zu schätzen.

Die erste Umleitung in diesem Jahr steht bereits wieder – zwischen Amperkanalbrücke und Thurnsberg. Mitte März soll die Ausbaumaßnahme an der Verbindungsstraße abgeschlossen werden – rechtzeitig bevor die B13 in Fahrenzhauen gesperrt und unsere Straßen als Umleitungsstrecken ausgeschildert werden. Mitte Juli bis Ende August ist – wie berichtet – vom Landkreis die Sanierung der Stützmauern an der Aster Straße sowie die Erneuerung der Fahrbahnoberdecke an der Straße zwischen Ast und Giesenbach vorgesehen. Es ist also betreffend Umleitungen auch in diesem Jahr einiges geboten.

In der Gemeinderatssitzung vom 22. Januar hat das Planungsbüro WipflerPlan den Zustand der Schmutzwasserleitung Ampertshausen bis Berg beschrieben und einen Sanierungsvorschlag unterbreitet. Problematisch ist die Verweildauer vom Schmutzwasser in der Leitung von bis zu über 30 Stunden, bis das Abwasser in der Kläranlage ankommt. Die Sanierung sieht u.a. neue aufeinander abgestimmte Pumptechnik, mengendosierter Zumischung von Fällmitteln und weiteren Maßnahmen vor um die Verweilzeit des Abwassers auf der Strecke zu verkürzen. Ferner sollen noch weitere Schwachstellen ausgemerzt werden.

Die Detailplanung der beauftragten Sanierung sowie die Einholung von Genehmigungen erfolgt heuer. Die Ausführung ist für 2020 vorgesehen. Die berechneten Grobkosten für die Sanierung der Abwasserleitung, Kanäle und Schächte von Ampertshausen bis Berg liegen bei über 700.000 Euro.

Unter Top 4 erfolgte die Neuwahl des 2. Bürgermeister. Herr Anton Hierhager wurde vorgeschlagen und er hat sich zur Wahl gestellt. Er wurde mit 15 Stimmen gewählt und anschließend vereidigt.

Unter Top 9 der Sitzung hat man den dritten und damit letzten Abschnitt vom Umbau der Straßenbeleuchtungen im Gemeindegebiet auf LED-Lampen mit einem Volumen von etwas über 40.000 Euro beauftragt.

Der Pfarrkindergarten St. Pantaleon hat zwei Anträge auf Zuwendung gestellt. Zum einen soll das Mobiliar nach 28 Jahren erneuert werden. Für diese Investition in Höhe von geplanten 17.500 Euro steuert die Gemeinde 25 % bei. Zweitens benötigt der Pfarrkindergarten für die Betreuung von Inklusionskindern einen geeigneten Raum. Herr Pfarrer Anton Erber hat sich mit dem Ordinariat Gedanken über einen Anbau an das Gebäude gemacht. Die Gemeinde erkennt den Raumbedarf für die Betreuung der Kinder an und übernimmt 2/3 der Planungskosten. Für die weitere Umsetzung der Maßnahme wird mit der Kirche eine Vereinbarung abgeschlossen, die den Zeitplan sowie die Verteilung der Baukosten regelt.

Unter Top 13 wurde beschlossen, auch in diesem Jahr Straßen-, Gehwege- und Treppensanierungen in einem Kostenvolumen von ca. 300.000 Euro vorzunehmen. Wie anfangs erwähnt, haben die Sanierungen bereits begonnen. Für die Sanierung der innerörtlichen Kreisstraße im letzten Jahr muss die Gemeinde einen Kostenanteil von über 90.000 € tragen.

In der Gemeinderatssitzung am 19. Februar stellte unter Top 1 ein Planungsteam von WipflerPlan die aktuellen Planungen zur Neugestaltung vom Kühnhauser Weiher vor. Die Kühnhauser Bürger und die Mitglieder vom Gemeinderat sind in den Versammlungen am 30.11.18 sowie am 07.02.19 in die Planungen eingebunden worden. Das Ergebnis der Planung wurde von allen Teilnehmern sehr gelobt. Die bisher ausgewerteten Bodenproben aus dem Weiher zeigen, dass in der Vergangenheit hier teilweise „Schätze“ vergraben wurden. Die Auswertungen aller Proben, die Kostenermittlung und die mögliche Förderung im Rahmen der Dorferneuerung durch das Amt für ländliche Entwicklung (ALE) werden den Gemeinderäten so bald wie möglich zur Entscheidung vorgelegt.

Im zweiten Punkt der Sitzung erfolgte die Behandlung der Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange zur 1. Änderung vom Bebauungsplan „Kranzberger See“. Private Stellungnahmen erfolgten nicht. Die 17 – zum Teil sehr ausführlichen – Stellungnahmen wurden vom Planungsbüro mit den Behörden und der Verwaltung ausgewertet und Abwägungsvorschläge vorbereitet. Der Gemeinderat hat allen erarbeiteten Abwägungsvorschlägen einstimmig zugestimmt.

Unter Top 7 wurde der geplante Umgriff vom künftigen Bebauungsplan „Gremertshausen Dorfmitte“ um die Dorfstraße verringert, damit ein vereinfachtes Verfahren für die Aufstellung des Bebauungsplans möglich ist. Die Regelungen in dem Bebauungsplan werden mit den betroffenen Grundstückseigentümern besprochen und in der nächsten Sitzung den Gemeinderäten vorgestellt.

Nach entsprechender Vorabstimmung mit der Gemeinderätin Ursula Enghofer und dem 2. Bürgermeister Anton Hierhager konnte in der Sitzung auch ein Text für die Präambel im künftigen Flächennutzungsplan einstimmig verabschiedet werden.

Wie neue Baugebiete gestaltet werden und welche Festsetzungen im Bebauungsplan sinnvoll und notwendig sind, hat uns eine Exkursion mit teilnehmenden Gemeinderäten, den Planern und der Verwaltung nach Pfaffenhofen, Neuburg und Geisenfeld gezeigt. An einem Nachmittag haben wir uns positive Gestaltungen angeschaut, wie lebendige Dörfer und inspirierende Atmosphäre – so hat es im Vortrag zur Gestaltung im Bebauungsplan vom LabCampus am Flughafen geheißen - geschaffen werden können. 

Das Projekt „Bau vom kommunal geförderten Mehrgenerationenhaus“ MGH nimmt mit der Baumfällung neue Formen an. Der Standort der künftigen Gebäude wird nun erkennbar. Die Planungen und Festsetzungen auf dem Papier schreiten voran. Weiteres Ziel ist die Genehmigungsplanung.

 

Eine positive Erfahrung bzgl. Verkehr und Mobilität habe ich am Samstag 17. Februar erlebt – das war der Tag der Sicherheitskonferenz in München. Ich bin mit dem Auto nach Petershausen auf den fast leeren S-Bahn Parkplatz gefahren und mit dem Zug nach 25 Minuten ohne Stau und Stress im Hauptbahnhof München angekommen. Retour ging es noch schneller. Die S-Bahn fuhr wegen einem Notarzteinsatz wieder einmal nicht auf der Stammstrecke in München.

Damit wir alle in einem schönen und liebenswerten Umfeld leben, lade ich Sie zur Aktion „Saubere Landschaft“ am Samstag-Vormittag 23. März ein. Wenn Sie sich bis dorthin umschauen und Unrat in der Natur oder am Straßenrand entdecken, können Sie sich am Aktionstag gezielt für die Beseitigung engagieren.

Im Internet habe ich einen Spruch gelesen

„Urlaub ist, wenn du mit der Familie unterwegs bist“.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen schöne Faschingsferien und soweit möglich einen schönen Urlaub.

Es grüßt Sie herzlich             

Ihr

Hermann Hammerl

1. Bürgermeister

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