Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

der Vorentwurf vom neuen Flächennutzungsplan wurde in den letzten Wochen im Rathaus ausgehängt und auf Wunsch auch von der Verwaltung erklärt. Ferner hat Herr Narr vom Planungsbüro Narr-Rist-Türk (NRT) die Planentwürfe in vier Sonderbürgerversammlungen vorgestellt und erläutert. Bis zum Jahresende kann man den Vorentwurf zu den Öffnungszeiten im Sitzungssaal noch einsehen. Des Weiteren steht er auf unserer Homepage zur Einsicht bereit.

Bis zum Jahresende können Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger bitte mit Namensangabe, Einwendungen, Wünsche und Vorschläge zum Flächennutzungsplan-Vorentwurf vorbringen. Anschließend werden alle eingegangenen Anträge vom Planungsbüro NRT geprüft.

In einer öffentlichen Gemeinderatssitzung werden die Rückmeldungen der Träger öffentlicher Belange und die Rückmeldungen von Ihnen mit den vom Planungsbüro erarbeiteten Umsetzungsvorschlägen einzeln abgewogen.

Die vom Gemeinderat in der Beratung beschlossenen Änderungen werden von NRT wieder in den Flächennutzungsplan-Entwurf eingearbeitet.

Die Chronologie zeigt – es steckt viel Arbeit dahinter.

In den Bürgerversammlungen und jetzt auch in den Stellungnahmen werden differenzierte Meinungen vertreten. Von zu überdimensionierte Ausweisungen bis Fehlplanung, da zu wenig Flächen für die künftige Entwicklung vorgesehen wird, nehmen wir als Reaktionen auf. Der Gemeinderat muss im neuen Jahr einen für die Mehrheit akzeptablen Mittelweg finden.

Der entscheidende Faktor für das Wachstum in den ausgewiesenen bzw. nicht ausgewiesenen Bereichen – und nur über dieses Wachstum wird in Diskussionen zum FNP emotional gesprochen – ist die Verfügbarkeit der Flächen für die weitere Planung.

Das prognostizierte Bevölkerungswachstum von über 7 Prozent in unserer Region wurde in einer Versammlung vom Regionalen Planungsverband den Verbandsmitgliedern erneut vorgestellt. Während in schwachen Regionen, wie Görlitz (an der polnischen Grenze) z. B. das Siemens Werk geschlossen werden soll, plant BMW ein Entwicklungszentrum in München mit einigen tausend neuen Arbeitsplätzen. Ein Ausgleich dieser Entwicklungen wird nur durch eine „gerechte“ Verteilung der Arbeitsplätze möglich sein – auch wenn damit eine erwartete Gewerbesteuereinnahme in unseren Wachstumsregionen nicht ankommen sollte.

In der zweiten Runde der Bürgerversammlungen wurden Sie, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, von mir über den Rückblick auf 2017, über die aktuellen Zahlen und über den Ausblick auf 2018 informiert. Vielen herzlichen Dank an meine Verwaltung, die diese Präsentation mit mir erarbeitet hat. Vielen herzlichen Dank aber auch an Sie, liebe Gäste, die Sie sich aus erster Hand informiert und anschließend zu den aktuellen Themen der Gemeindepolitik nachgefragt haben.

Heuer haben wir zum ersten Mal zu einem gemeinsamen Volkstrauertag-Gedenken in Kranzberg eingeladen. Vielen Dank an den KSV Kranzberg mit Vorstand Sebastian Brunner für die Organisation der Feier, an Herr Militärdekan Wagner für Feier der Messe und das Totengedenken am Kriegerdenkmal, an die Jugendfeuerwehr als Fackelträger, an die Musiker, den Kanonier und vor allem an Sie, liebe Vereine und Mitbürger, die Sie zahlreich an der Feier teilgenommen haben. Die ich nicht genannt habe mögen mir verzeihen.

In der Gemeinderatssitzung am 7. November wurde der Bauantrag vom Sportverein Kranzberg behandelt. Der Holzstadel zwischen Amper und Sportplatz soll abgerissen und ein Kabinengebäude für die Damenumkleiden mit Duschen an gleicher Stelle errichtet werden. Der Gemeinderat stimmte diesem Bauantrag mehrheitlich zu.

Im Vorentwurf vom Flächennutzungsplan (FNP) sind Flächen neu als allgemeines Wohngebiet (WA) und Gewerbegebiet (GE) ausgewiesen, die sich derzeit noch im Korsett „Landschaftsschutzgebiet“ (LSG) befinden. Damit diese Flächen als WA oder GE im FNP genehmigt werden können, müssen diese Flächen aus dem LSG entnommen werden. Vom Planungsbüro NRT wurden die entsprechenden Flächen sondiert und der Gemeinderat stimmte über jede zusammen hängende Fläche einzeln ab. NRT und die Verwaltung beschäftigte sich damit, in welcher Form man die LSG-Entnahmen ausgleichen kann. Diese Unterlagen wurden beim Landratsamt eingereicht. Die entsprechenden Gremien Naturschutzbeirat und Kreistagsauschuss werden sich in den nächsten Monaten damit befassen.

Ein weiteres Thema der Sitzung betraf die Kanalleitung von Thalhausen nach Berg. In der letzten Gemeinderatssitzung wurde gewünscht, dass man nicht nur die Sanierung der Pumpschächte betrachten soll, sondern auch eine Erneuerung der Druckleitung. Die Kosten für die Sanierung der drei Pumpschächte in Thalhausen, Dorfacker und Kühnhausen wurden mit 120.000 € berechnet und die Kosten für die Erneuerung der Druckleitung mit zusätzlichen 600.000 € kalkuliert. Nachdem die Gerüche aus den Kanälen mit diesen Maßnahmen nicht ausgeschlossen werden können, soll nun überdies eine zweite Meinung von einem zweiten Ingenieurbüro eingeholt werden.

Als Spätfolge vom Blitzeinschlag auf dem Pantaleonsberg viel vor einiger Zeit nun auch die Wärmepumpe unserer Heizung aus. Ich habe den Gemeinderat informiert, dass die Wärmepumpe in den nächsten Tagen - hoffentlich vor dem nahenden Wintereinbruch – erneuert wird.

In einem weiteren Punkt wurde über die Schließanlage und die Kamera im Eingangsbereich der Schule gesprochen. Es wird ein Planungsbüro mit der Überprüfung der Anlage beauftragt und der Gemeinderat wird über das Ergebnis informiert.

Der Antrag vom Sängerhort auf Unterstützung wurde von den Räten befürwortet. Mit der Förderung sollen die musikalischen Leistungen, die vor allem auch wieder beim Herbstkonzert gezeigt wurden, gewürdigt werden.

Der Antrag der Gemeindebücherei St. Quirin für die Übernahme der Kosten für „LEsen Online SÜDbayern“ (LEO_SUED) kam der Gemeinderat gerne nach. Mit LEO_SUED können ab nächstem Jahr Mitglieder der Bücherei hinterlegte Buchinhalte online auf ihren Tablet-PC herunter laden und auf ihrem digitalen Medium für 3 Monate lesen.

In einem weiteren Sitzungspunkt wurde festgelegt, dass die Gemeinderatsmitglieder Johanna Haslbeck, Monika Mühl und Martin Oberprieler mit dem Bürgermeister die Gemeinde Kranzberg als Mitglieder in der Mitgliederversammlung der Musikschule Ampertal e.V. vertreten.

Der Einbau der Whiteboards in der Grundschule hat sich wegen Lieferschwierigkeiten von Bauteilen auf die Weihnachtsferien verschoben.

Somit kommt die Weihnachtsüberraschung für unsere Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte erst zum Unterrichtsstart im neuen Jahr.

Die Mitglieder der „Schutzgemeinschaft Erding-Nord, Freising und Umgebung e. V.“ sind am 05. Dezember um 18:30 Uhr zu einer Mitgliederversammlung in den großen Sitzungssaal im Landratsamt eingeladen. Anschließend findet in den gleichen Räumlichkeiten ein Festakt für „50 Jahre Schutzgemeinschaft“ statt. Ich bitte die Mitglieder zur Teilnahme an dieser Feier.

In den nächsten Tagen besuchen mich die Schüler der vierten Klassen im Rathaus und informieren sich im Rahmen vom Heimatkundeunterricht über die Aufgaben und Zuständigkeiten der kommunalen Verwaltung und die des Bürgermeisters. Ich freue mich auf sie und bin schon gespannt, welche Fragen gestellt werden.

Der Spruch

Keine Zukunft vermag gutzumachen

was du in der Gegenwart versäumst

von Albert Schweitzer

 

soll heißen – der Weg ist das Ziel –lebe die Zeit.

 

Besinnen Sie sich auf die Freuden Ihrer Kindheit,

auf die Vorfreude vom Weihnachtsfest und

versuchen Sie der Hektik des Alltags für einige Stunden und Tage zu entfliehen.

 

Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit

im Kreise Ihrer Familie und Freunde.

Es grüßt Sie herzlich

Ihr

Hermann Hammerl

1. Bürgermeister