Gemeinde Kranzberg

April 2019

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

unsere Dörfer sollen schöner, attraktiver werden bzw. schön und begehrt bleiben. Hierzu zählt natürlich auch unsere Umwelt. Meine Mitarbeiter vom Bauhof und Herr Hans Krimmer aus Pulling werden in den nächsten Wochen mit besonderen Saatgutmischungen Blühflächen anlegen und Öko-Ausgleichsflächen aufwerten. Stichwort hier ist autochthones Pflanzmaterial – regional geerntetes Saatgut, das bei unseren Grünflächen in Streifen angesät wird und für beständige und nachhaltige Blühpflanzen sorgen soll. Blühflächen, die auch die Bienen anziehen.

Mit der jährlichen Aktion „Saubere Landschaft“ wollen wir unsere Natur ebenfalls aufwerten. Wilde Müllablagerung verschandeln unsere Landschaft! Bemerkenswert ist, dass Reifenablagerungen an den Straßenrändern zum Teil kurz vor der Aktion stattfinden. Hier könnte das elfte Gebot – man soll sich nicht erwischen lassen – problematisch werden. Diejenigen, die letztmals den Bauschutt im Gemeindegebiet wild entsorgt haben und dabei erwischt wurden, hätten das Material regulär zu einem Bruchteil der Kosten inclusive Strafe entsorgen können. Herzlichen Dank für die erfolgreiche Verfolgung und Ahndung dieser Straftat.

Am Samstag 23.03. fand die diesjährige Aktion bei schönstem Frühlingswetter statt. Herzlichen Dank an alle Teilnehmer für ihr Engagement zum Wohle unserer Natur!

Ein Ärgernis, das regelmäßig bei uns im Rathaus angemahnt wird, sind die Hinterlassenschaften an den Wegen u.a. am Kranzberger See, auf Plätzen und in Wiesen durch Hunde. Den anderen Mitbürgern - vor allen den Kleinkindern – zuliebe, ist es unverständlich, wenn diese Häufchen nicht eingetütet und entsorgt werden. Der Ruf nach mehr Beschilderung oder Tütenspendern ist verständlich, wird aber auch nicht die gewünschten Ergebnisse bringen. Ebenso der Wunsch nach mehr Beschilderung für Tempolimits und Parkverboten. Ein Ort wird nicht schöner, wenn alle zwanzig Meter ein neues Ver- oder Gebotsschild steht.

Bei all den genannten Punkten kann man nur an die Vernunft der Menschen appellieren. Jeder soll sich in die Person seiner / ihrer Mitmenschen versetzen und überlegen, was er von den anderen erwartet.

Damit unsere Dörfer gut erschlossen sind und die Infrastruktur passt, wurden bereits ab März von der Firma Seizmair einige schadhafte Straßenabschnitte erneuert. Der Kostenrahmen für diese Arbeiten in diesem Jahr liegt bei 350.000 Euro.

Frau Doris Czarnitzki ist vor kurzem in den wohlverdienten Ruhestand getreten. Sie hat bei Ihrer fast 25-jährigen Tätigkeit für die Gemeinde für Sauberkeit im Rathaus gesorgt. Herzliche Dank für Deine Leistung, liebe Doris und alles Gute für die Zukunft – wir wünschen auch das Wichtigste - Gesundheit.

Vor einigen Tagen fand im Landratsamt Freising im Rahmen der Solarkreisligafeier die Auszeichnung der 100-%-Gemeinden bzgl. Erzeugung von erneuerbarer Energie statt. Die Hälfte der 24 Kommunen im Landkreis erreichte im Jahr 2017 diesen Wert, der im Landkreisdurchschnitt bei 71,9 % liegt. Im Gemeindegebiet Kranzberg wurde im Jahr 2017 233,7 % im Verhältnis zum verbrauchten Strom erzeugt. Der Anteil an Wasserenergie liegt bei uns bei 149,6 %, gefolgt von Photovoltaik 49,6 % und mit 34,5 % bei Energie aus Biogasanlagen. Im Gemeindegebiet sind 3082 PKW mit Verbrennungsmotor angemeldet und zwischenzeitlich auch 20 E-Autos!

Beim zweitägigen Workshop im Rahmen vom Mobilitätskonzept wurden Optimierungen durch geeignete Verbindungen im Öffentlichen Personen Nahverkehr (ÖPNV), der Ausbau von Radwegenetzen und eine lohnende Vernetzung der Eltern z. B. Fahrgemeinschaften bei der Beförderung der Kinder zum und vom Kindergarten diskutiert. Sofern die Fahrpläne vom MVV angepasst und das Budget vom Landkreis erhöht ist, können die gewünschten Maßnahmen beim ÖPNV greifen.

In der Gemeinderatssitzung vom 19. Februar wurde auf Grund der Fülle der zu behandelnden Themen bereits um 19 Uhr gestartet.

Beim Top 1 wurde von Herrn Rist vom Planungsbüro NRT die Überplanung vom unteren Teil des Gemeindefriedhofs vorgestellt.

Entsprechend der Planung soll eine Urnenwand entstehen, die sich gleichzeitig im Gelände als Stützmauer einbringt. Urnengräber und auch Erdgräber können laut der Planung angeordnet werden. Die Werksplanungen sowie eine Bauzeitenplanung werden den Ratsmitgliedern in einer der weiteren Sitzungen vorgestellt. Die bezifferten Kosten für die Realisierung der Umgestaltung liegen nunmehr bei ca. 300.000 Euro. Der Gemeinderat stimmte dem weiteren Vorgehen der Planung zu.

Der Top 2 – die Feinplanung vom Mehrgenerationenhaus (MGH) wurde in über zwei Stunden mit den Planern intensiv diskutiert und letztendlich vertagt. Von den Planern Herrn Dantele und Herrn Jüttner wurden alle bisher besprochenen Details nochmals vorgestellt und zum Teil mit maßstabsgetreue Modellen präsentiert. Nach Bekanntgabe der aktuellen Gesamtkostenermittlung von 7,2 Millionen Euro wurde es unruhig.

Wir kamen zu der Entscheidung, dass es bei dieser Sitzung keine Entscheidung gibt und dass Mitglieder aus dem Gemeinderat und die Planer die Kosten nochmals gemeinsam vertieft betrachten müssen.

Frau Spilsbury von Wiplferplan konnte unter Top 3 den Entwurf vom Bebauungsplan „Gremertshausen Dorfmitte“ vorstellen. In der Diskussion wurde die Grundflächenzahl (GRZ) noch von 0,45 auf 0,5 erhöht.

Ansonsten wird das Genehmigungsverfahren vom Bebauungsplan mit dem aktuellen Planungsstand gestartet. Ab 01. April kann die Planung im Rathaus eingesehen werden.

Unter Punkt 5 wurde die Kanalsanierung im Jahr 2019 lt. dem vorliegenden Kanalkataster, dem Ergebnis der Kamerabefahrung und dem Sanierungskonzept mit einem Gesamtvolumen von 200.000 € für den 1. Abschnitt beauftragt.

Die Behandlung einiger weiterer Sitzungspunkte wurde aus zeitlichen Gründen auf die nächste Sitzung vertagt.

Der Monat April wird sicherlich nicht minder spannend.

Die Post eröffnet am 02.04. ihre künftige Filiale im Getränkemarkt Hörl. Somit sind verlängerte Öffnungszeiten künftig wieder möglich.

Die entscheidenden Haushaltszahlen werden zu Beginn des Monats in der Finanzausschuss-Sitzung vorberaten. Dabei werden wir feststellen müssen, dass Rücklagen bei unseren vielen Projekten auch abschmelzen können.

Ich hoffe, dass die bis Anfang April bekanntwerdenden Kosten für die Sanierung vom Kühnhauser Weiher nicht zu einer weiteren „Schockstarre“ führen. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, sofern es Wissen über das Material von der Verfüllung des Kühnhauser Weihers gibt, wäre ich dankbar für eine Mitteilung von Ihnen. Entscheidend ist auch, ob Munition oder dergleichen zum Ende des zweiten Weltkriegs im Weiher versenkt wurden. Je nach Qualität vom Aushubmaterial werden sich die Kosten verändern.

Die Vorbereitungen zur Feier vom See-Jubiläum sind ebenfalls in vollem Gange. Hier sind wir auch auf Ihre Unterstützung angewiesen und freuen uns über Ihr mitfeiern.

Im April feiern wir auch die Osterliturgie, das Osterfeuer, das Osterfest und natürlich die Ferien. Die Gemeinschaft beim Abbrennen des Osterfeuers verbindet. Das Sammeln von roten Eiern in der Osternacht weckt freudige Erinnerungen.

Freuen wir uns auf ein schönes, buntes Frühlingserwachen und auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit, damit wir die anstehenden Aufgaben alle bewältigen.

Hierzu passt auch der Spruch von Henry Ford

„Zusammenkunft ist ein Anfang

                                    Zusammenhalt ist ein Fortschritt

                                               Zusammenarbeit ist der Erfolg“.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen schöne Osterferien und soweit möglich einen schönen Urlaub.

Es grüßt Sie herzlichst             

Ihr

Hermann Hammerl

1. Bürgermeister

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