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Aktuelles

Gemeindearchivar präsentiert das Standardwerk für den Ort

Die „Chronik Kranzberg“ - das sind 550 Seiten gelebter Geschichte

Von Andreas Beschorner

Sitzende Zuhörer in Kranzberg

Geschichtsinteressierte aus der Gemeinde Kranzberg und der Umgebung waren zur Präsentation der neuen Kranzberger Chronik am Freitag auf den Pantaleonsberg gekommen.     © Beschorner

Nach jahrelangen Recherchen und Aktenstudium liegt jetzt die Kranzberger Chronik vor. Ein Standardwerk, das für jeden eine wahre Fundgrube an Wissen ist.

Kranzberg - Man hätte sicherlich kunstvolle Titel finden können. Man hätte sicherlich knackige Zitate als Titel wählen können. Doch man hat sich anders entschieden: „Chronik Kranzberg“ heißt das Werk, das auf über 550 Seiten die Historie der Ortschaft nachzeichnet. Jahrelange Recherchen, das Durchforsten von Archiven, das Sichten von Akten und Verzeichnissen: Es ist kaum zu ermessen, wie viel Arbeit das Team um Gemeindearchivar Alfons Berger herum in jenes Werk gesteckt hat, das am Freitag offiziell das Licht der Geschichtswelt erblickt hat (wir haben berichtet).

Ein reich bebildertes Werk mit hohem Nutzwert

Eine Chronik ist gelebte Geschichte“, sagte Bürgermeister Hermann Hammerl bei der Präsentation des eindrucksvollen Werks. Ob man es durchlese oder immer wieder als Nachschlagewerk benutze – das Buch diene dem „Bewusstwerden der eigenen Identität“. Und tatsächlich: Wer das reich bebilderte Werk von vorne bis hinten als geschichtsträchtige und spannende Lektüre durchliest, wird daraus ebenso viel Nutzen und Freude ziehen wie jemand, der es als Quelle für Hintergründe, Gegebenheiten oder weiteres Nachforschen heranzieht.

Alfons Berger, Gemeindearchivar und verantwortlich für die Chronik, tauchte bei der Vorstellung der Chronik ebenfalls in die Geschichte ein: Im Jahr 1984 – damals noch unter Bürgermeister Franz Schredl – seien erste Überlegungen für eine solche Chronik aufgekommen. Doch weil sich während der Sichtung von Unterlagen und Dokumenten diverse Jubiläen von Ortschaften rund um Kranzberg gehäuft hätten, habe man Chroniken dazu den Vorzug gegeben: Da sei 1993 das 1200-jährige Bestehen von Gremertshausen gewesen, dann der 1100. Geburtstag von Thalhausen und Kühnhausen im Jahre 1995, 1997 sei das 800-jährige Bestehen von Schönbichl gewesen, Dorfacker habe im Jahr 2000 seine 1150-Jahr-Feier begangen, in Ast sei es 2006 der 1000. Geburtstag gewesen, und schließlich dann 2012 das 1250-jährige Bestehen von Hohenbercha.

Von der ersten Erwähnung Kranzbergs bis zum Kampf gegen die dritte Startbahn

Dann endlich, so Berger, habe man sich an die Chronik des Hauptorts Kranzberg machen können – eine Arbeit, die bis zum Schluss immer wieder Überraschungen ans Tageslicht gebracht habe. Weil zu dieser Zeit auch die Grabungen in Bernstorf abliefen und es dazu umfangreiche Literatur gebe, habe man sich da relativ kurz halten können (Seite 14 bis 22). Und auch die Kirchengeschichte habe man knapp halten können, weil es schließlich die Pfarrchronik von Pfarrer Anton Erber aus dem Jahr 1993 gebe.

22 Kapitel umfasst die Chronik nun, befasst sich mit den Funden aus dem Gemeindegebiet und den ersten Erwähnungen Kranzbergs, widmet sich dann in großen Abschnitten dem Land- und Pflegegericht Kranzberg, der wechselvollen und besonders spannenden Geschichte des Pantaleonsbergs, geht dann auf bedeutende Adelsgeschlechter und Arnold den Nasenlosen ein. Weiter geht es mit Kriegs- und Notzeiten, bevor im zehnten Kapitel die Gemeinde Kranzberg in den Blick genommen wird – von 1818 bis zum Kampf gegen die dritte Startbahn. Mit Ausführungen über Bürgermeister und politische Gremien, mit der Gemeindeverwaltung, Schulen und Kindergärten und und und geht es weiter.

Zu erwerben im Rathaus oder Bronzezeit-Museum

Auch wichtig und interessant: Handwerker- und Gewerbebetriebe – vom Schmied über die Firmengruppe Pilz bis ESRI. Brauchtum, die Vereine und die Geologie und Hydrologie dürfen ebenso wenig fehlen wie diverse Verzeichnisse, die das Arbeiten mit der Chronik unendlich erleichtern. Und so bekommt man für 35 Euro eine Arbeit, die ohne Zweifel das Standardwerk zur Geschichte von Kranzberg in den kommenden Jahrzehnten sein wird. Zu erwerben ist die Chronik im Rathaus oder (zu den Öffnungszeiten) im Bronzezeit Bayern Museum. Der Titel ist schlicht und einfach und sagt doch alles: „Chronik Kranzberg“. Mehr braucht es nicht.

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